Wie die Darmflora den weiblichen Hormonhaushalt steuert
- vor 58 Minuten
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Deine Darmgesundheit entscheidet mit darüber, wie gut dein Körper Östrogen reguliert – und beeinflusst damit Zyklus, Stimmung und langfristige Gesundheit.

Viele Frauen denken beim Thema Hormone zuerst an Eierstöcke, Schilddrüse oder Stress. Doch ein entscheidender Faktor wird oft übersehen: der Darm. Genauer gesagt, die Billionen von Bakterien, die dort leben – dein Mikrobiom. Diese Mikroorganismen beeinflussen nicht nur deine Verdauung und dein Immunsystem, sondern auch deinen Hormonhaushalt.
Eine besondere Rolle spielt dabei das sogenannte Estrobolom. Damit ist eine Gruppe spezifischer Darmbakterien gemeint, die am Abbau und an der Regulation von Östrogen beteiligt sind. Östrogen wird im weiblichen Körper hauptsächlich in den Eierstöcken, aber auch in den Nebennieren und im Fettgewebe produziert. Nachdem es seine Funktion erfüllt hat, wird es in der Leber gebunden und über den Darm ausgeschieden.
Und genau hier kommt das Estrobolom ins Spiel: Bestimmte Darmbakterien produzieren ein Enzym namens β-Glucuronidase. Dieses Enzym kann gebundenes (inaktives) Östrogen wieder aktivieren. Dadurch kann es erneut in den Blutkreislauf aufgenommen werden, anstatt vollständig ausgeschieden zu werden. Ob dieser Prozess gesund oder problematisch ist, hängt stark vom Gleichgewicht deiner Darmflora ab.
Eine gesunde Darmflora sorgt für eine ausgewogene Östrogenregulation. Eine gestörte Darmflora hingegen, etwa durch Antibiotika, chronischen Stress, Entzündungen oder eine ungünstige Ernährung, kann dazu führen, dass zu viel oder zu wenig aktives Östrogen im Körper zirkuliert.
Die Folgen können vielfältig sein, zum Beispiel:
Zyklusunregelmäßigkeiten
PMS und Stimmungsschwankungen
Östrogendominanz
verstärkte Entzündungsprozesse
Erschöpfung und hormonelle Dysbalance
Die gute Nachricht: Dein Estrobolom ist beeinflussbar. Studien zeigen, dass besonders Ballaststoffe, pflanzenbasierte Lebensmittel, sekundäre Pflanzenstoffe und eine vielfältige Ernährung die Darmflora positiv unterstützen. Gleichzeitig wirken sich chronischer Stress, stark verarbeitete Lebensmittel und eine geschädigte Darmbarriere negativ aus.
Deshalb ist eine gesunde Darmflora nicht nur für deine Verdauung wichtig, sondern eine zentrale Grundlage für einen stabilen Hormonhaushalt. Wenn du also deine Hormone langfristig ins Gleichgewicht bringen möchtest, beginnt der wichtigste Schritt im Darm.
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